Hirsern

Im Mittelalter war Hirsebrei die Hauptnahrung der armen Leute. Die Hirse wurde erst Ende des 18. Jahrhunderts infolge des Kartoffelanbaus verdrängt. Wegen der kurzen Vegetationszeit war der Anbau im Voralpengebiet meist erfolgreich. In Giswil wurde die Rispenhirse (panicum miliaceum) angebaut, dieser Pflanze fehlt Gluten, aus dem Grunde ist Verwendung zum Backen nur mit Einschränkungen möglich. In Obwalden wurde die Hirse zu einem Brei gekocht, dadurch erübrigte sich auch das Mahlen. Nachteilig im Anbau ist das anfänglich langsame Wachstum, eine gewissenhafte Unkrautbekämpfung ist darum sehr wichtig. Erschwerend ist die auch unterschiedliche Reifung der Körner, das bewirkt meist einen hohen Kornverlust.

 

Die Rispenhirse gedeiht besonders gut in lehmigen Sandböden. Im Mittelalter lagerte die Laui im Gebiet der Hirseren das Feinmaterial ab, das Gebiet war als prädestiniert für den Anbau von Hirse.

 

Der Flurnamen Hirseren ist nicht zu verwechseln mit Hirzen wie er im Wort Hirzenbad vorkommt. Hirz ist das mittelhochdeutsche Wort für Hirsch.